Alternde Menschheit

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Infografik Nr. 603173

Alternde Menschheit

Zwei Faktoren vor allem bestimmen auch in den nächsten Jahrzehnten die Entwicklung der Weltbevölkerung: Die durchschnittliche Lebenserwartung nimmt weiterhin zu, wä ...

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Alternde Menschheit

Zwei Faktoren vor allem bestimmen auch in den nächsten Jahrzehnten die Entwicklung der Weltbevölkerung: Die durchschnittliche Lebenserwartung nimmt weiterhin zu, während die Fruchtbarkeit (d.h. die Anzahl der Kinder, die eine Frau im Lauf ihres Lebens zur Welt bringt) kontinuierlich zurückgeht, wenn auch nicht so rasch und so stark wie bisher angenommen. Davon ausgehend zeichnen sich Veränderungen im Altersaufbau der Weltbevölkerung ab, wie sie in den alternden Industriestaaten schon heute zu beobachten sind. Die steigende Lebenserwartung hat zur Folge, dass die einzelnen Geburtsjahrgänge mit vorrückenden Jahren nicht so rasch schrumpfen und mehr Menschen ein hohes Alter erreichen. Zugleich führt die sinkende Fruchtbarkeit dazu, dass sich der Zuwachs an Neugeborenen verlangsamt. Gleicht der Altersaufbau schnell wachsender Bevölkerungen einer Pyramide, bei der jeder Jahrgang zahlenmäßig stärker ist als der vorhergehende, so nimmt er bei steigender Lebenserwartung und schwächerem Geburtennachschub die Form einer Urne oder Vase an: Dabei sind die jüngeren und mittleren Jahrgänge annähernd gleich stark besetzt und erst die oberen Jahrgänge schrumpfen rasch.

In dem Maße, wie die Dynamik des Bevölkerungsgeschehens abnimmt, altert eine Gesellschaft – eine Erscheinung, die in den nächsten Jahrzehnten verstärkt auch auf die Länder der Dritten Welt übergreift. Blickt man zurück auf das Jahr 1950, so ist das mittlere Alter der Bevölkerung in den • entwickelteren Regionen der Erde seitdem von 28,5 auf 40,5 Jahre (2013) gestiegen. Bis zum Jahr 2050 klettert es nach Vorausschätzungen der Vereinten Nationen weiter auf 44,5 Jahre. (Das mittlere Alter teilt eine Bevölkerung gewissermaßen in zwei Hälften: die eine ist jünger, die andere älter als dieser Zentralwert.) In den • weniger entwickelten Regionen hat sich das mittlere Alter in den letzten Jahrzehnten nicht ganz so stark verändert: Zwischen 1950 und 2013 ist es von 21,4 auf 27,2 Jahre gestiegen. Der eigentliche Altersschub steht dort erst noch bevor. Wenn die demographische Entwicklung in den angenommenen Bahnen verläuft, verschiebt sich der Altersmittelpunkt bis 2050 auf 34,9 Jahre.

Für die gesamte Weltbevölkerung steigt das mittlere Alter von 23,5 Jahren (1950) über 29,2 Jahre (2013) auf 36,1 Jahre (2050). In Europa, der heute schon bejahrtesten Weltregion, schreitet die „Vergreisung“ weiter fort. Um 2040 erreicht das mittlere Alter dort mit über 46 Jahren seinen Höhepunkt. In Deutschland klettert das mittlere Alter von heute 45,5 auf 51,5 Jahre (2050). Noch höher liegt es 2050 u.a. in Portugal (52,5), Japan (53,4), Südkorea (53,5), Kuba (54,1) und Qatar (55,8 Jahre).

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
Ausgabe: 08/2013
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